Der Dämon im Käfig

Der Kopf ist leer,die Brust schwer..man hat das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ferngesteuert. Ferngesteuert tut man die Dinge, die man tun muss ohne es wirklich mitzubekommen. Die Gedanken sind dabei weit weg, irgendwo anders um den Schmerz nicht vollkommen rein zu lassen. Man fühlt sich so schwach, allein und leer. Es ist einem klar,dass man es aufhalten sollte, sich selbst aufhalten sollte aber die Kraft dazu fehlt. Zu sehr sehnt man sich danach, nicht mehr kämpfen zu müssen,dass alles gut wird und die Seele nicht mehr schreit.Das Bedürfnis sich fallen zu lassen ist so stark, das man das vertraute Gefühl sehr nahe an sich ranlässt,bis es einen wieder auf den Boden drängt und einem die Luft zum Atmen wegbleibt. Von dem alt bekannten Gefühl der Dunkelheit erfüllt, darf man sich einen Moment kontrollverlust leisten. Man darf kurz den Dämon in sich frei lassen,um ihn dann wieder mit doppelter Kraft in seinen eigenen Käfig zu sperren. Und das tut man mit der Gewissheit, das der Dämon in naher Zeit wieder an seinem Käfig kratzt und frei gelassen werden will.Was tut man in so einer Situation? Sollte man den Dämon verhungern lassen und hoffen,dass er sich auflöst oder hat man allmählich gefallen daran gefunden,den Dämon einen Teil von sich selbst werden zu lassen..

14.6.17 22:30

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen