Das Labyrinth in mir

Zerbrochen. Im Inneren alles leer. Alles dunkel in mir. Die Kehle zugeschnürt, Atem geht schnell. Zu schnell. Gedanken rennen, laufen um die Wette. Zu viele Stimmen, zu viele Schreie im Kopf. Der Blick starr, auf etwas entferntem gerichtet. Gelenke sind schwer, so schwer. Ich kann mich nicht bewegen, nur denken. Gedanken nehmen mich vollkommen in Anspruch. Nimmt mir all die Kraft, die übrig geblieben ist. "Geh", flüstert es in meinem Kopf. "Nein!", schreit etwas anderes gegen an. So, als hätte ich keinen Anspruch auf meinen Körper, meine Gefühle und meine Gedanken. Alles ging wie automatisch, ich brauchte nichts tun. Kalt, es war so kalt. In mir und um mich, so schrecklich kalt. Ich sah meinen Atem. Es war so viel um mich, aber ich konnte nichts erkennen, ich sah nur meinen Atem. Es bebte in mir, ich bebte. Der Mund öffnete sich, schloss sich wieder. "Sie muss kämpfen!",rief eine verzweifelte Stimme im Kopf. "Nein, sie muss einfach nur liegen bleiben und sich ausruhen", wiedersprach eine andere Stimme. Dumpfe Geräusche um mich rum, kein klarer Klang. Alles durcheinander und wirr, wie in einem Labyrinth.

14.8.13 14:12

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