Die Lüge

Was soll man tun, wenn das wofür man die ganze Zeit gekämpft hat, eine einzige Lüge ist? Wenn das Kartenhaus, was man Karte für Karte mühsam errichtet hat, durch einen riesigen Luftstoß vernichtet wird? Was soll man tun, wenn alles, was man geliebt hat, plötzlich nicht mehr existiert?

Das, was so real und richtig erschien ist plötzlich die größte Lüge im Leben. Nach und nach wird einem klar, was man alles übersehen hat und man könnte sich dafür selbst ohrfeigen. Dafür, dass man so blind und gutherzig war. Dafür, dass man immer wieder verziehen hat. Aber was bleibt einem anderes übrig, als die Lüge zu glauben? Mit der Wahrheit würde man im Leben nicht klarkommen, das würde einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Man würde nicht mehr aufrecht stehen können. Man sucht nach dem Halt, nach dem falsch gegebenen Halt und klammert sich daran. Man hofft, dass es echt ist aber man weiß, das es eine einzige falsche Lüge ist. Man liebt, man hofft, man verzeiht. So läuft das immer wieder von vorne ab, bis zu dem Punkt, wo man die Lüge sehen muss. Wenn sie mit rotem Umriss vor einem steht und sie nicht mehr übersehen kann. Sie wirft sich auf einen, sodass man keine Chance mehr hat, zu entkommen. Man wird erdrückt, man muss der Lüge ins Gesicht schauen und man fängt an zu schreien. Man schreit und schreit, all das Leid, all der Schmerz. All die Liebe die man zu haben glaubte, ist erloschen. Das Licht in den Augen erlischt, das Lächeln stirbt und man wird zu einer Maschine dieser Welt. Kalt, stumm und manipulierbar.

9.8.13 23:36

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