Der Dämon im Käfig

Der Kopf ist leer,die Brust schwer..man hat das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ferngesteuert. Ferngesteuert tut man die Dinge, die man tun muss ohne es wirklich mitzubekommen. Die Gedanken sind dabei weit weg, irgendwo anders um den Schmerz nicht vollkommen rein zu lassen. Man fühlt sich so schwach, allein und leer. Es ist einem klar,dass man es aufhalten sollte, sich selbst aufhalten sollte aber die Kraft dazu fehlt. Zu sehr sehnt man sich danach, nicht mehr kämpfen zu müssen,dass alles gut wird und die Seele nicht mehr schreit.Das Bedürfnis sich fallen zu lassen ist so stark, das man das vertraute Gefühl sehr nahe an sich ranlässt,bis es einen wieder auf den Boden drängt und einem die Luft zum Atmen wegbleibt. Von dem alt bekannten Gefühl der Dunkelheit erfüllt, darf man sich einen Moment kontrollverlust leisten. Man darf kurz den Dämon in sich frei lassen,um ihn dann wieder mit doppelter Kraft in seinen eigenen Käfig zu sperren. Und das tut man mit der Gewissheit, das der Dämon in naher Zeit wieder an seinem Käfig kratzt und frei gelassen werden will.Was tut man in so einer Situation? Sollte man den Dämon verhungern lassen und hoffen,dass er sich auflöst oder hat man allmählich gefallen daran gefunden,den Dämon einen Teil von sich selbst werden zu lassen..

14.6.17 22:30, kommentieren

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Es heißt: Liebe dich selbst, dann können es auch die anderen.

Es heißt: Liebe dich selbst, dann können es auch die anderen. Aber was ist, wenn ich mich nicht liebe? Wenn ich mich nie lieben kann? Werde ich dann einsam sein, weil mich nie jemand wirklich so lieben kann wie ich bin? Ist an diesen Worten etwas wahres dran?Wenn man sich selbst lieben lernt, hat das auch gleich eine ganz andere Ausstrahlung auf die Menschen um einen herum. Man wirkt glücklicher, ausgeglichener und zufrieden. Die Menschen, die sich nicht lieben wirken auf andere wahrscheinlich das komplette Gegenteil. Schreckt das die meisten Menschen nicht einfach ab? Denn der Mensch reagiert doch auf den ersten Eindruck. Ist der erste Eindruck also positiv, ist es viel wahrscheinlicher das dieser Mensch angesprochen wird und nicht der, der mit sich selbst unzufrieden ist.Was passiert aber mit den Menschen, die ihre Maske aufsetzen und ein glückliches und zufriedenes Leben spielen? Irgendwann bröckelt jede gute Fassade. Daher denke ich, dass jeder diese negative Seite an sich hat. Viele können sie nur einfach erfolgreich verschanzen und einsperren, sodass sie selten oder sogar nie für andere Sichtbar ist. Doch man belügt sich letzendlich selbst, wenn man täglich die Maske trägt. Man liebt dann nicht sich selbst, sondern das was wir gerne sein würden und sind so überzeugend darin, diese Figur zu sein das es niemandem auffällt wie es einem wirklich geht.

2.4.16 22:27, kommentieren

Das Kartenhaus

Mein Leben ist das reinste Chaos. In den letzten Wochen sind die Stimmungsschwankungen extrem. Lange Zeit geht es mir gut. Was man denn als ''gut'' bezeichnen kann. Und aufeinmal..aus dem Nichts kommt die Dunkelheit zu mir. Die Gedanken, die mir zuflüstern das ich nichts wert bin. Das alles, was ich anfasse schief geht und ich für nichts zu gebrauchen bin. Es fühlt sich so an, als hätte ich in meinem Leben einfach nichts erreicht habe.Wenn du diese Gedanken jemanden erzählst, dann versuchen sie dir das Gegenteil zu beweisen..doch man spürt einfach nur diese Wut im Bauch. Den Hass auf sich selbst! Man hasst sich. Man fühlt sich dumm, unverstanden und fehl am Platz. Du beobachtest die Menschen um dich rum. Deine Freunde, deine Familie und du hast das Gefühl das jeder - wirklich jeder - mehr wert ist und alles besser kann als man selbst. Man fühlt sich beobachtet..hat Angst etwas falsches zu machen, weil man denkt man wird einfach nie gut genug für die anderen sein. Man wird nie so gut wie die anderen sein. Weil man ein Nichts ist. Und dann, am nächsten Tag fragst du dich, wie du das alles denken konntest. Das du nichts wert bist, dass du so traurig warst..so hasserfüllt. Man erkennt sich nicht wieder und versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Solange, bis der nächste Rückschlag kommt und alles zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Und der, der das Kartenhaus umpustet ist meist ein Mensch, der dir sehr viel bedeutet..Und was tut man dann? Wenn man von dem Menschen verraten wird, den du liebst? Man sucht die Schuld an sich. Und man muss gar nicht lange suchen, denn man findet einfach viel zu viel schlechtes an sich selbst. Du denkst, du hast es verdient..du denkst es gibt einen Grund dafür..das du dem Menschen den Grund gegeben hast. Und wenn dieser Gedanke einmal da ist, ist es fast unmöglich diese Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Denn sie kommen automatisch.. Genauso, wie der Körper automatisch blinzelt oder atmet. Wie soll man sowas unterbinden? Wie kann man sich selbst klar machen, dass man etwas wert ist? Wie soll man sich das Gefühl geben, etwas besonderes zu sein wenn man sich so sehr hasst und verachtet?!

26.3.16 22:41, kommentieren

Selbstmitleid

Kann ich diesen Blog als mein Tagebuch ansehen? Ich bin mir nicht sicher, denn ich schreibe immer hier rein, wenn es mir nicht gut geht und daraus besteht ja kein Tagebuch. Also bezeichne ich meinen Blog einfach als Mülleimer meines seelischem Chaos. Ich sitze hier in der Wohnung meines Freundes, hab im Internet rumgesurft nach Filmen. Bin wieder auf die suizid Schiene abgerutscht und bin daraufhin erstmal einkaufen gegangen, um mir einen Ouzo zu kaufen. Nun, was soll ich sagen.. jetzt sitze ich hier, mit einem Glas und einer Flasche Ouzo und bade mich im Selbstmitleid.*schluck* Mir hilft es meine Gedanken aufzuschreiben, es reicht mir nur nicht es selbst auf meinem Pc zu speichern. In der Hoffnung, dass es vielen anderen genauso geht wie mir, veröffentliche ich es im Netz. Nur eigentlich ändert es rein gar nichts an meinem Leben. Ich habe so viele Freunde verloren.. tolle Freunde, die ich in einsamen Zeiten wie jetzt einfach vermisse. Mein Leben ist eintönig und langweilig geworden, dabei möchte ich noch mehr von der Welt sehen als ich es bisher getan hab. Meine Ausbildung lief schief, wurde schon innerhalb eines Monats gekündigt aufgrund meines Verhaltens. Zu schüchtern, zu leise, nicht ausreichend genug für den Beruf. Konnte die Erwartungen eines Menschens mal wieder nicht erfüllen. Jetzt warte ich auf meinen Freund, der bald nach Hause kommen sollte..hab Angst, das er sieht wie es mir geht.. Also gebe ich mich weiter meinen Gedanken hin und trinke weiterhin meinen Ouzo..

10.10.14 22:00, kommentieren

Mein schlimmster Feind

Wieder sind um mich die Schatten. Sie flüstern mir zu, Dinge zu tun, die nicht von mir kommen. Sie lassen mich jemand anderes sein, jemand den ich nicht kenne. Es tut weh zu wissen, dass man selbst sein schlimmster Feind ist. Ich bin mein schlimmster Feind, weil mein Ich sich gegen mich richtet. Mein Kopf schreit mich an, flößt mir Selbsthass ein. Flößt mir ein, dass ich mir weh tun soll. Mein Kopf selbst sagt mir, dass ich nichts wert bin. Dass ich nichts gutes verdient habe..keine Liebe, keine Zuflucht, keine Sicherheit.. keine Freunde.
Ich selbst tu mir die schlimmsten Dinge an, wende mich von den Menschen ab, die mir am meisten bedeuten, weil ich Angst habe, verletzt zu werden.
In meinen Träumen finde ich keine Zuflucht mehr. Meine Träume zeigen mir die bittere Wahrheit über mein düsteres Leben. Sie zeigen mir, was mir schlimmes wiederfahren war..anstatt sich meine Träume in bunte schöne Orte verwandeln, entsteht ein düsteres klebriges Bild aus alten Momenten, verzerrten schrecklichen Gesichtern die mir hasserfülte Worte zurufen. Darunter sind die Menschen, denen ich jeden Moment in meinem Leben meine vollste Liebe geschenkt hatte.
Enttäuscht von diesen Menschen, hass ich mich selbst. Geb mir selbst die Schuld daran, zu zerbrechen..Daran, dass ich mir weh tu. Dass ich mein Leben als einen finsteren Ort ansehe..

6.10.14 22:28, kommentieren

Fick dich Liebe!

 

Wie oft habe ich das schon gedacht? Wie oft habe ich die Liebe verflucht, mir geschworen nie wieder an jemanden zu gelangen, für den ich etwas empfinden könnte. Dann höre ich oft laute Musik, Lieder in denen auf die Liebe geschissen wird. In der der Liebeskummer verarbeitet wird und ein Hass auf alle Menschen aufgebaut wird. Das hält nicht lange an und ich könnte durchdrehen. Am liebsten würde ich zu jedem einzelnen nach Hause fahren und ihnen das selbe Leid antun. Dabei fällt einem aber ein, dass es den anderen wahrscheinlich gar nicht interessiert, warum man traurig ist. Das es ihnen am Arsch vorbei geht, egal ob du denkst dich selbst umzubringen, dir Schmerzen zu fügst oder zur größten Schlampe im Ort wirst. Es ist ihnen schlichtweg scheiß egal! Man selbst ist ihnen einfach egal. 
Man trinkt, man raucht, man macht die Nächte durch, um zu vergessen. Um zu vergessen, wer man ist. Und dann ist man ein Niemand. Man wird zu einem Nichts. Immer mehr, mit jedem Stich, der durch ein falsch gesetztes Zeichen eintritt..
Ja, das ist Liebe.

31.8.14 20:38, kommentieren

Gut und Böse

Als Kind dachte ich immer, die Liebe sei etwas besonderes. Die Liebe würde ein ganzes Leben verändern können, natürlich zum Guten! Als Kind dachte ich, wäre die Liebe ein wunderschöner Zauber, der den Menschen hilft zu Lächeln. Mir wurde von meinen Eltern beigebracht, andere Menschen zu respektieren und stets freundlich zu sein. Mir wurde beigebracht zu teilen und niemanden anzulügen. Außerdem zeigten meine Eltern mir die schönen Seiten des Lebens. Den Zoo, die vielen schönen Tiere, die sich ohne Laute verständigen konnten. Sie zeigten mir den Strand, das Meer und die Sonne als wir in den Urlaub fuhren. Sie zeigten mir, was Familie bedeutet und wie man zu ihnen steht.

Aber sie zeigten mir nie die schlechten Seiten des Lebens. Schließlich musste ich selbst die Erfahrungen machen und war ziemlich schockiert. Ich war ein kleines Kind und fand heraus, dass nicht alle das gelehrt bekamen, wie ich. Andere Menschen oder gar Kinder haben nie gelernt zu teilen. Den Menschen wurden bösartige Dinge beigebracht. Sie bestahlen andere, um selbst überleben zu können. Sie töteten ohne Reue, weil es um Drogen oder Geld ging. Die Menschen führen immernoch Krieg auf der Welt, obwohl der Friede jedem auf dieser Welt nützen würde.
Nichts auf dieser Welt ist härter, jemandem Liebe entgegen zu bringen und Betrug, Lügen und Hass zurück zu bekommen. Die Erkenntnis, dass so viele von dem Dunkel eingenommen werden und sich mit in die Tiefe ziehen lassen, ohne zu kämpfen.

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch die Wahl wie er sein möchte. Jeder kann entscheiden, ob er ein guter oder ein böser Mensch sein will. Wie soll man jedoch ein guter Mensch sein, wenn man nur vom Bösen umgeben ist? Egal, wie lange man gegen die blutigen Albträume ankämpft, irgendwann zieht es dich mit. Und dann? Ist man dann böse? Böse, wenn man sich seinem Schicksal in dieser Welt fügt?

2 Kommentare 28.8.14 16:51, kommentieren